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2011 Merrill C-28
Adirondack /  Rosewood
Dies ist eine wunderbare Interpretation einer 1930er Martin D-28 und diese C-28 ist ein beeindruckendes Instrument mit denselben Hölzern der Golden Era gefertigt. Kein anderer Hersteller ist in der Lage, den Geist und das Gefühl einer alten Martin so authentisch zu rekonstruieren als Jim Merrill. Der statische Zustand ist perfekt, es gibt keine Beanstandungen. Die Sattelbreite beträgt 43 mm, die Mensurlänge 645 mm und das Stringspacing 58 mm. Der Mahagoni-Hals hat ein moderates V-Profil, fast ein C-Profil. Sie ist nahezu neuwertig mit luxuriösen Ameritage Merrill-Koffer und CITES.

zu verkaufen für 7.800,- €

 

 

1936 Gibson L-00
Adirondack / Mahogany

zu verkaufen für 4.500,- €

This is the most impressive Gibson L-00 I ever had. The original owner was Richard Hendricks who played hawaiian guitar in
'Patton's Elgin Hawaiian Guitar Band' from 1937 to 1940 using a nut riser.
This beautiful instrument is in excellent condition incuding the OSSC.
The guitar features Adirondack red spruce top, Honduran mahogany back and sides, 14-fret honduran mahogany neck, 19-fret fingerboard with pearl dot inlays, 45.25mm (1 25/32") width at the nut, 628mm (24 7/8") scale length, white-bound top, unbound back, White-black-white soundhole ring,  white "Gibson" script logo, 3 on a plated orignal tuners, with original chartboard case that shows the places it stopped when on the road back in the 1930s/1940s
It has a rich tone, full of overtones and noteworthy basses.
Many details are analog to the Trojan model, the ancestor of the J-35, also built in early 1936.
A real museum item with historical backround.
An instrument of collectible value!
 

 








 

Auf der Suche nach der Vergangenheit dieser Gibson L-00 von 1936:

„Alle Wege führen nach Rom“ heißt es in einer historisch basierten Redewendung die uns an jahrtausend zurück liegende Geschehnisse erinnert. Bei der hier vorgestellten Gibson L-00 genügt uns ein Rückblick von rund 80 Jahren und führt uns unweigerlich in das Städtchen Elgin, im amerikanischen Bundesstaat Illinois gelegen. 

Ancel E. Patton ist Ende der zwanziger Jahre Mitarbeiter der Elgin Watch Company und unterrichtet nebenbei seine Schüler an verschiedensten Saiteninstrumenten. Mit dem Ziel seinen Schülern das Ensemblespiel näher zu bringen gründet er 1928 ‚Patton’s Elgin Hawaiian Guitar Band’. Beginnend mit sieben Mitgliedern wächst die Band zu Beginn der dreißiger Jahre rasch auf über 30 Spieler an. Hinsichtlich der Instrumentierung sind neben der Hawaiigitarre, Gitarre und Tenorgitarre auch die Ukulele, Mandoline und Kontrabass anzutreffen - ein Orchester also, bestehend aus Saiteninstrumenten unterschiedlicher Art.

Als Mandolinist tritt ‚Pat’ Patton bereits 1919 der Gilde der Banjo-, Mandolinen- und Gitarrenspieler, kurz genannt BMG, bei. Dieser 1902 in Boston gegründete Verband veranstaltet einen jährlich stattfindenden Kongress mit Konzerten und Wettbewerben. Ziel ist es, die musikalische Kunst des Genres zu demonstrieren, deren Werte und Entwicklungen zu verfolgen, auszuwerten und voranzutreiben. 1933 nimmt die ‚Elgin Hawaiian Guitar Band’ erstmalig am nationalen Wettbewerb der BMG in der Nähe von Chicago teil und gewinnt prompt den zweiten Preis. Die andauernde Depression und der hohe finanzielle Aufwand zur Teilnahme an der Veranstaltung zwingt Patton dazu, 1934 und 1935 auf eine Mitwirkung zu verzichten, meldet die Band aber zur Convention in Minneapolis 1936 wieder an.  In der ‚class C division’ für Bands zwischen 35 und 50 Spielern setzt sich die ‚Elgin Hawaiian Guitar Band’ gegen 27 Konkurrenten erfolgreich durch. Im Folgejahr reist man in zwei gecharterten Busen zum Wettbewerb nach Detroit und präsentiert sich in neuen navyblauen und weißen Uniformen. Die Band gewinnt den ersten Platz für Bands von 34 – 49 Spieler, den ersten Platz für Bands von über 50 Spieler und den ‚popularity contest’. Die BMG Convention findet 1938 in St. Joseph, 1939 in Providence, 1940 in Cincinetti und 1941 in Niagara Falls statt. ‚Patton’s Elgin Hawaiian Guitar Band’ entwickelt sich währenddessen zu ihrem musikalischen Höhepunkt und gewinnt unzählige weitere Preise, auch in Besetzungen von bis zu 100 Spieler.

Die Gibson Company in Kalamazoo stellt dabei den allergrößten Teil der Instrumente der Band und präsentiert sich im Rahmen der BMG Veranstaltungen als Aussteller. Herausragende Solokünstler der ‚Elgin Hawaiian Guitar Band’ werden eigens für Gibsons ‚Mastertone System Music Course’ abgelichtet. In historischen Aufnahmen ist unschwer zu erkennen, dass viele der Hawaii Gitarristen der Zeit keinen speziellen Hawaii Gitarren verwenden, sondern ihre Instrumente mit so genannten ‚nut riser’ ausstatten. Es handelt sich dabei um Aufsätze, die dem Sattel aufgesetzt werden um die Saitenlage zu erhöhen. Mit im Spiel ist ein gewisser Richard Hendricks (Hawaiigitarrist der Elgin Hawaiian Guitar Band von 1937 – 1940) und offensichtlicher Erstbesitzer der hier vorgestellten Gibson L-00. Die Aufkleber der Original Koffers bescheinigen nicht nur die nahezu lückenlose Teilnahme an den jeweiligen BMG Veranstaltungen, sie verraten durch die Reste des Adressaufklebers auch dessen Name und Anschrift.

Die ‚Hendricks L-00’ befindet sich in einwandfreiem Originalzustand ohne dass in der Vergangenheit jegliche Reparaturen notwendig wurden. Mittlerweile erhielt das Instrument neue Bundstäbchen und einen neuen Sattel. Die L-00 war die richtige Gitarre zur rechten Zeit und der Topseller  ihrer Epoche. Ein kostengünstiges und schlicht ausgestattetes Instrument, kompromisslos hinsichtlich Material und Konstruktion und dementsprechend mit exzellenten Klangeigenschaften verbunden. Gebaut wurde unser Exponat im Frühjahr 1936 und weißt die typischen Merkmale dieser Phase auf. Dazu gehören das orangefarbige und vergrößerte Sunburst der Deckenlackierung, das nicht vorhandene Binding des Bodens und die 3-am-Band Grover Mechaniken, deren Enden in der Linienführung des Abschlusses der Kopfplatte nachempfunden sind. Sie ist das verkleinerte Pendant zu der zeitgleich gebauten Gibson Trojan, dem Vorläufer der J-35. Unterschiede sind lediglich in der Größe des Korpus und der Anzahl der Tonbalken (L-00 hat deren 2, die Trojan dagegen 3) auszumachen. In klanglicher Hinsicht ist die verhältnismäßig kleine L-00 von 14 ¾ Zoll als überragend zu bezeichnen. Jegliche Spannung ist im Laufe der Jahre vergangen, das Instrument klingt offen, voll und warm mit einem durchweg ausgewogenen Frequenzspektrum.

Bob Carlin, Banjospieler, Produzent und Autor unterschiedlicher Publikationen ersteigert vor wenigen Jahren das ‚Scrapbook’ von Eleanor M. Mosiman, einer der tragenden Kräfte der ‚Elgin Hawaiian Guitar Band’. Das Scrapbook entstammnt der ‚37th Annual Convention’ des BMG in St. Joseph von 1938. Carlin beginnt zu recherchieren, reist mehrfach in den mittleren Westen, befragt Zeitzeugen, sammelt Bilder und übergibt die gesammelten Schätze dem ‚Historical Museum’ in Elgin. Mein Dank gilt ihm und dem ‚The Old-Time Herald’ magazine für wertvolle Informationen zu diesem Artikel.

 

 

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Ralf Bauer 
E-Mail: mail@bauer64.de